1.FC Gummersbach
1.FC Gummersbach

Die Vereinsgeschichte

Am 23. Januar 1910 gründeten acht junge Männer den Fußballclub Teutonia Gummersbach. Zunächst wurde auf einer großen, aber sehr holprigen, Wiese gespielt, die Hermann Köster zur Verfügung gestellt hatte.

Noch im selben Jahr änderte man den Vereinsnamen in Viktoria Gummersbach. Die Mannschaft lief in einer schwarz-weißen Bluse mit einer roten Schärpe auf. Wenig später erhielten sie rote Trikots mit schwarzen Hosen

Im Jahr 1911 wurde die Wiese richtig planiert und zum ersten richtigen Fußballplatz im Oberbergischen Kreis ausgebaut. Die Tore wurden von Dr. C. H. Steinmüller gestiftet.

Im April 1913 vereinigte man sich mit dem FC Komet Gummersbach und der Betriebssportgemeinschaft der Fa. Steinmüller. Der neue Vereine erhielt den Namen Sport- und Spielverein Gummersbach.

Im April 1920 gehört der SSV Gummersbach zu den sechs Gründungsmitgliedern des Oberbergischen Rasensportverbands, womit die Grundlage für einen organisierten Spielbetrieb geschaffen war.

Die ersten Meisterschaftsspiele wurden auf einer großen Wiese auf dem Steinberg in Höhe der Hermannsburg ausgetragen

Im Jahre 1937 wurde die nationalsozialistische Philosophie der Machtkonzentration auch für den SSV Gummersbach bedeutsam. Auf politischen Druck mussten sich mehrere Gummersbacher Sportvereine, darunter der SSV Gummersbach zu einem Verein zusammenschließen. Der neue Verein nannte sich VfL Gummersbach 1861. Ähnlich erging es im selben Jahr dem Nachbarverein SSV Engelskirchen, der zum VfL Engelskirchen mutierte, oder besser bekannt, dem TV 48 Bochum, der zum VfL Bochum wurde

Im Verlauf des 2. Weltkriegs kam der geregelte Fußball im gesamten Oberbergischen Kreis zum Erliegen.

Bereits am 12. August 1945, gut drei Monate nach Kriegsende wurde der SSV Gummersbach als eigenständiger Verein neu gegründet. Die Spiele fanden inzwischen auf dem Sportplatz in der Lochwiese statt

Als sich am 21. Oktober 1945 Vertreter von oberbergischen Fußballvereinen im Gummersbacher Cafe Solbach trafen, um den geregelten Spielbetrieb neu zu organisieren, gehörte der SSV Gummersbach auch dazu. So nahm der Verein wie selbstverständlich an der am 11. November beginnenden ersten Spielrunde teil. Der SSV wurde in die Gruppe Agger gesetzt, wo man am Ende der Spielzeit hinter dem SSV 08 Bergneustadt und der TuRa Dieringhausen den dritten Tabellenplatz belegte. Im Verlauf dieser Spielzeit hatte sich der SSV Gummersbach freiwillig dem VfL Gummersbach angeschlossen.

Am 7. August 1948 benannte sich der Verein in SSV Gummersbach um, dies wurde jedoch bereits nach einem knappen Jahr wieder rückgängig gemacht.

Am Ende der Spielzeit 1953 / 54 erfolgte der Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein, und achtzehn Jahre später der erstmalige Aufstieg in die damals viertklassige Landesliga Mittelrhein. In dieser Liga hielt man sich 17 Jahre. Zu Beginn der 70er Jahre gehörte der VfL Gummersbach stets zu den besten Mannschaften der Liga und klopfte dabei mehrfach an die Tür zur Verbandsliga Mittelrhein, der höchsten Amateurliga in Deutschland.

In der Spielzeit 1973 / 74 spielte man in der 2. Runde des Westdeutschen Pokals (Vorstufe des DFB-Vereinspokals) gegen Alemannia Aachen (Regionalliga West), und verlor in der heimischen Lochwiese mit 2:6.

Am Ende der Spielzeit 1978 / 79 musste der VfL als Tabellenletzter den bitteren Gang in die Bezirksliga Mittelrhein antreten. Fünf Jahre später sogar in die Kreisliga A Oberberg. Unter Trainer Dietmar Weller schaffte man jedoch den direkten Wiederaufstieg und am Ende der Spielzeit 1988 / 89 sogar den Aufstieg in die Landsliga, wo man allerdings nur ein Jahr verblieb. Die nächsten Jahre wechselte der VfL zwischen Bezirksliga und Kreisliga A.

Im Jahr 2000 drohte die Insolvenz der überschuldeten Handballabteilung auch die Fußballer zu erfassen. So löste sich die Fußballabteilung aus dem Gesamtverein und gründete sich im März 2000 unter dem Namen 1. FC Gummersbach neu. Den steten Wechsel von Erfolg und Misserfolg hatten sie jedoch vom VfL mitgenommen. Nach drei Jahren in der Kreisliga A erfolgte der erstmalige Abstieg in die neuntklassige Kreisliga B. Unter Trainer Ralph Köhler wurde dann der Durchmarsch von der Kreisliga B bis in die Bezirksliga gefeiert und dann ebenfalls unter Trainer Köhler der Durchmarsch wieder zurück in die Kreisliga B betrauert, alles in fünf Jahren.

Unvergessen mit dem Fußball in Gummersbach sind die Namen Alfred Schramm, Artur Samen, Paul Herhaus, Harald Bischler, Horst Hölken, Horst Rogge, die Brüder Herda (Hans-Georg, Peter und Dieter), Wolfgang Töpfer, Reinhold Tanzius, Wolfgang Träger, Bernd Podak, Horst Beuck, Detlef Havemann, Edmund Emmerich, Wolfgang Katzwinkel, Frank Riedel, Manfred Scholle, Stefan Witt, -um nur einige wenige zu nennen- die als Spieler, Trainer oder Funktionäre das Gesicht und das Geschick des Vereins teilweise über Jahrzehnte mitgeprägt haben.
 
     
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